Positionen



Positionspapier zur Bildungspolitik 2014

„Mit ‚demographischer Rendite‘ alte Bildungsbaustellen fertigstellen – neu bestimmte Zie-le benötigen zusätzliche Finanzierung!„




abl-Resolution


Resolution der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) zur Lehrerbildung


Positionspapier zum Datenschutz

Positionspapier zur Inklusion

„Selbständige Schule“ – Positionspapier der abl




Stellungnahme zum Gesetzentwurf


Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Staatsregierung zur Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG)


Positionspapier zur Schulpolitik in Bayern 2008


Die unterzeichnenden Verbände stimmen in folgenden Grundpositionen zur bayerischen Bildungspolitik überein:


1. Ein Schwerpunkt der kommenden Jahre liegt auf der Weiterentwicklung der inneren Schulreform zur Qualitätsverbesserung von Unterricht, Erziehung, Bildung und Ausbildung. Kompetente und motivierte Lehrer unterrichten in kleineren Klassen unter Anwendung mit der Praxis abgestimmter Lehrpläne. Die Schülerinnen und Schüler werden auf die heutigen Anforderungen vorbereitet und die Qualität von Unterricht, Erziehung, Bildung und Ausbildung soll durch Evaluation überprüft werden.
> Schwerpunkt: Unterrichtsqualität

2.
Zur Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung des gegliederten Schulwesens bedarf es der Festlegung eines Stufenplans zur Absenkung der Klassenhöchstgrenzen. Ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot wird aufgebaut. Der Einsatz von Unterstützungssystemen, z. B. mit pädagogischem Betreuungspersonal, wird zunehmend gefördert und eine integrierte Lehrerreserve sichergestellt. Die beruflichen Schulen als gleichwertige Säule, aber auch als Alternative zu den allgemein bildenden Schulen bieten vielfältige Möglichkeiten zum Erwerb der Hochschulreife.
> Schwerpunkt: Individuelle Förderung um das Wiederholen, das Schulabbrechen bzw. das Schulversagen zu vermeiden. Ziel ist, dass kein Schüler eine allgemein bildende Schule ohne Ausbildungsreife verlässt und der Hochschulzugang auch über die Berufliche Oberschule bzw. andere erweiterte Wege der beruflichen Bildung möglich ist.

3.
Der Übertritt an die weiterführenden Schulen beruht auf hoher Diagnosefähigkeit und Beratungskompetenz von Grundschullehrkräften. Die Beratung beginnt spätestens in der 3. Klasse. In der vierten Grundschulklasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Übertrittsempfehlung(Leistungen in D, M und HSU). Ziel ist es, jedes Kind zu einem Schulabschluss führen.
> Schwerpunkt: Intensive Beratung der Eltern bei der Schullaufbahn

4.
Durch intensive individuelle Beratung und aufeinander abgestimmte Bildungskonzepte der verschiedenen Schularten wird die Durchlässigkeit weiter erhöht und es werden mehr junge Menschen zu einem Bildungsabschluss geführt.
> Schwerpunkt: höhere vertikale und horizontale Durchlässigkeit, mehr Zugänge zu Hochschulen und Universitäten

5.
Die bestehende vielfältig differenzierte Schulstruktur mit Förderschule, Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und den Schulen des beruflichen Schulwesens, Wirtschaftsschule, Fachoberschule, Berufsoberschule und Berufsschule bleibt erhalten. Die Schularten berücksichtigen die unterschiedlichen Begabungen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler, um diese optimal zu fördern. Bereits in der Grundschule müssen die Eltern frühzeitig über die vielfachen Möglichkeiten des gegliederten Schulsystems informiert werden.
> Schwerpunkt: Erhalt und Weiterentwicklung des gegliederten Schulsystems

6.
Das duale System der Berufsausbildung und die Ausbildung an Berufsfachschulen gehören zu den herausragenden Standortvorteilen Bayerns. Die gestiegenen theoretischen Anforderungen machen einen mindestens zwölfstündigen Berufsschulunterricht pro Woche für jeden Auszubildenden unabdingbar. Für die Absolventen der beruflichen Bildungsgänge sind attraktive Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung und des betrieblichen Aufstiegs auszubauen.
> Schwerpunkt: Qualitätssicherung und Ausbau der beruflichen Bildung



Elternverbände und Lehrerverbände in Bayern:

gez.
Walter Reichert
LandesElternVereinigung der öffentlichen Wirtschaftsschulen in Bayern e.V. (LEV-WS)

gez.
Ingrid Ritt
Landeselternverband Bayerischer Realschulen e.V. (LEV-RS)

gez.
Monika Endraß
Elternvereinigung an den Gymnasien und Realschulen der Orden und anderer freier katholischer Schulträger in Bayern (EVO)

gez.
Thomas Lillig
Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV)

gez.
Jutta Kloth
Landeselternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns (LEV FOS)

gez.
Anton Huber
Bayerischer Realschullehrerverband (brlv),

gez.
Max Schmidt
Bayerischer Philologenverband (bpv)

gez.
Jürgen Pache
Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG)

gez.
Wolfgang Lambl
Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (vlb)


München, 11. September 2008


 

abl

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