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Pressemitteilung Nr. 10 vom 14.10.2008

Lehrkräfte mahnen: Schulstrukturänderungen wurden am 28. September mit deutlicher Mehrheit abgewählt
Glaubwürdigkeit der Politik und Bildungsqualität stehen auf dem Spiel

„Auch wenn es so manche, die sich in Bayern für Bildung zuständig fühlen, immer noch nicht wahrhaben wollen: Die bayerische Bevölkerung hat am 28. September mit ihrer Wahlentscheidung all jenen eine klare Absage erteilt, welche in Bayern die Einheitsschule einführen wollen. Die bayerische Bevölkerung hat sich im bürgerlichen Lager umorientiert. Die Bildungskonzepte der Einheitsschulbefürworter wurden mit Zustimmungsraten von 18,6 %, 9,4 % und 3,4 % abgewählt.“ Mit diesem Kommentar reagiert Anton Huber, Präsident der abl-Lehrerverbände, auf die anhaltende Diskussion über eine längere gemeinsame Schulzeit im Zuge der Koalitionsgespräche und auf jene, die das Wahlergebnis jetzt bereits wieder umdeuten wollen, um die Gesamtschule in Bayern einzuführen.

Man müsse doch das Wahlergebnis objektiv sehen, so Huber. Die CSU hat bei klarer Positionierung gegen die Zusammenlegung von Schularten und gegen eine Verlängerung der Grundschulzeit 43,4 % der Wählerstimmen erzielt. Viele Wähler im bürgerlichen Lager lehnen so gravierende Veränderungen ebenso entschieden ab, sie wollen laut Huber bessere Rahmenbedingungen im bestehenden System, mehr Lehrer, kleinere Klassen, eine bessere individuelle Betreuung und den Ausbau der Ganztagsschule.

Huber verweist darauf, dass die bayerische Bevölkerung mit ihrer Wahlentscheidung nahe am Bundestrend liege. Die FORSA-Umfrage zeige beispielsweise, dass sich nur 33 Prozent der Deutschen für die Einführung einer Einheits- oder Gemeinschaftsschule aussprechen und 60 Prozent eine Schule für alle ablehnen. 63 % der deutschen Bevölkerung lehne eine längere Grundschulzeit ab, 73 % der CDU/CSU-Anhänger, aber 83 % der FDP-Anhänger.
„Angesichts dieser Ergebnisse muss man sich fragen“, so Huber, „weshalb man nun in Bayern im Zuge von Koalitionsgesprächen über abgewählte Konzepte überhaupt noch diskutiert und den Wählerwillen missachtet. Wir fordern mehr Selbstbewusstsein in der Bildungspolitik. Die Verlängerung der Grundschulzeit, aber auch die Freigabe des Elternwillens wäre der Türöffner für die Gesamtschule in Bayern. “

Für den Inhalt verantwortlich:
Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
Julia Jacob, Pressereferat brlv, Tel. 0179/ 499 73 94

 

Pressemitteilung Nr. 7 vom 25.09.2008

Statt G 8 in Zukunft G 6?
Forderung nach längerer gemeinsamer Schulzeit bedient Emotionen, gefährdet jedoch erheblich Ausbildungsreife und Studierfähigkeit in Bayern

„Modern ist es allemal und bedient auch die Gefühle von Eltern, wenn man fortwährend behauptet, eine längere gemeinsame Schulzeit schone Kinder und verschiebe den Zeitpunkt der Entscheidung für eine weiterführende Schulart. Damit gehen Parteien im Wahlkampf hausieren, um mit Emotionen anstelle von Fakten zu punkten. Auch einige Verbandsvertreter im Gefolge bestimmter Parteien werden nicht müde, dieses Märchen zu unterstützen, damit sie über die Hintertüre ihre Gesamtschule einführen können oder ein Landtagsmandat erhalten.“ Mit dieser Stellungnahme zu aktuellen Wahlkampfäußerungen jener Parteien, die um der Macht willen auf die Regierungspartei eindreschen, wie sie selbst formulieren, warnt der Präsident der abl-Lehrerverbände, Anton Huber, vor der Tatsache, dass man mit einer sechsjährigen Grundschule aus dem umstrittenen G 8 nun sogar das G 6 machen möchte. Und weil dieses dann - wie das G8 vorher - madig gemacht werden kann, hat man dann das Endziel schnell vor Augen, die Gesamtschule als „eine Schule für alle“ von der ersten bis zur 10. Klasse. Darauf sattelt man dann noch drei Jahre Gymnasium drauf und dann kann jedes Kind das Abitur machen. Das sind die leeren Versprechungen fast aller politischen Parteien, die sich am 28. September zur Wahl stellen.

Die Wähler sollten jedoch wissen, so Huber, dass eine längere gemeinsame Schulzeit einen erheblich geringeren Fördereffekt für leistungsstarke wie leistungsschwache Kinder habe; leistungsstarke Kinder verlieren bis zu zwei Schuljahren und eine längere gemeinsame Schulzeit trage - vielfach bewiesen - keineswegs zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei. Und die Prognosesicherheit über das Entwicklungspotenzial eines Kindes sei mit zwölf Jahren nicht höher als mit zehn. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahrzehnte belegen das in großer Eindeutigkeit.

„Niemandem, der heute Beifall klatscht bei den angeblich so modernen Vorschlägen, ist offensichtlich wirklich bewusst, dass durch längere gemeinsame Schulzeiten andere Schularten wertvolle Jahre verlieren. So wird zum Beispiel dann das Gymnasium vom „G 9“ zum „G 6“ oder zum „G 3“; die Realschule wird wieder zur „R 4“ zusammengestutzt, um sie dann abzuschaffen. Die Hauptschule dauert dann auch nur noch drei Jahre. Und damit soll die Ausbildungsreife der zukünftigen Hauptschulabgänger gewährleistet sein“, fragt sich Präsident Huber. Zugespitzt lässt sich sagen, so Huber, dass man mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit und einer Verkürzung von Hauptschule, Realschule und Gymnasium am 28. September gleichzeitig einen Abbau der Bildungsqualität und mehr Arbeitslosigkeit für unsere Jungendlichen wählt. Das sollten wir bei aller Hysterie für „moderne“ Bildungskonzepte aus der bildungspolitischen Mottenkiste bedenken.

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Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
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Pressemitteilung Nr. 6. vom 11. September 2008

Klare Positionen der Lehrer- und Elternverbände für Verbesserungen im bestehenden System, für kleinere Klassen, mehr Lehrer und Talentförderung an allen Schularten

„Die überwiegende Mehrheit der bayerischen Lehrkräfte und Eltern spricht sich in sechs Positionen zur bayerischen Schulpolitik ohne Einschränkungen für das hocheffiziente gegliederte Schulwesen in Bayern aus. Aber ebenso nachdrücklich fordern wir sehr viel höhere Bildungsinvestitionen, die zu deutlichen Verbesserungen an den allgemein- wie an den berufsbildenden Schulen führen. Im bestehenden System wollen wir die Unterrichts – und Betreuungsqualität an den bayerischen Schulen durch kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte, zusätzliches Betreuungspersonal und den bedarfsgerechten Ausbau des Ganztagesangebots erhöhen. Eine Kernforderung ist die enge Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern mit einem intensiven Beratungsangebot für Eltern über die schulischen und beruflichen Perspektiven und das Entwicklungspotenzial jedes einzelnen Kindes.“ Mit dieser kurzen Beschreibung der Positionen von Eltern und Schülern zur Schulpolitik in Bayern im Herbst 2008, die heute an Kultusminister Siegfried Schneider in München übergeben werden, fordern die unterzeichnenden Eltern- und Lehrerverbände die Politiker in Bayern auf, die bayerischen Schüler endlich in Ruhe an den verschiedenen Schularten arbeiten zu lassen und sie nicht für längst überholte und gescheiterte Schulversuche zu missbrauchen.

Wir treten ohne Einschränkungen im Interesse einer leistungsorientierten und begabungsgerechten individuellen Förderung für das komplette Schulangebot an Eltern und Kindern ein. Wir wissen durch alle Untersuchungen und durch die bitteren Erfahrungen in anderen Bundesländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, dass Bayern in der Bildungspolitik führend ist. Aber wir haben Verbesserungsbedarf und dafür treten wir mit unseren Positionen ein, so etwa mit der Forderung nach höherer Durchlässigkeit und dem weiteren Ausbau des beruflichen Bildungsweges, der ebenfalls im Sinne der Chancengerechtigkeit alle Möglichkeiten bietet.

Mit seinem Aufruf: „Hände weg von den Haupt-, Wirtschafts-, Realschülern und Gymnasiasten – gegen Einheitsschüler, Einheitsschule und Einheitslehrer“ appelliert abl-Präsident Anton Huber für ein Ende der leidigen Schulstrukturdebatte, welche die Vernichtung von Hauptschule, Wirtschaftsschule, Realschule und Gymnasium in Bayern zum Ziel habe.

Anton Huber abschließend: „Wer ehrlich mit der bayerischen Bevölkerung umgeht, der soll sagen, dass er mit „Eine Schule für alle“, mit Einheitsschule, mit Regionalschule, also mit der Gesamtschule die Abschaffung der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums vorhat.

Positionspapier zur Schulpolitik in Bayern 2008

Für den Inhalt verantwortlich:
Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
Thomas Lillig, Landesvorsitzender LEV, Tel.: 0174/3 46 34 25
Ingrid Ritt, Landesvorsitzende LEV-RS, Tel.: 0151/12 87 44 28

 

Pressemitteilung Nr. 5 vom 31. Juli 2008

Nicht Schüler versagen – es sind wahlkampfbesessene Politiker
Lehrkräfte gratulieren ihren Schülern zum Erfolg und üben scharfe Kritik an der Instrumentalisierung der Bildungspolitik im Landtagswahlkampf

„Immer klarer zeigen sich die schulpolitischen Konturen für Lehrkräfte und Eltern kurz vor Schulschluss und vor der Landtagswahl“, so der Präsident der abl-Lehrerverbände, Anton Huber, am Ende des Schuljahres 2007/08. „Bayern hat das durch PISA bestätigte beste und leistungsfähigste Bildungswesen aller Bundesländer, dessen Niveau selbst für Bundeskanzlerin Merkel als erstrebenswert für die anderen Bundesländern gilt. In Bayern selbst dagegen fahren gewisse Parteien und Gruppierungen eine bislang nicht gekannte Hetzkampagne gegen unser Schulsystem. Dabei schrecken sie aus machtpolitischen Gründen nicht davor zurück, unsere Kinder und Jugendlichen, die Lehrkräfte und die bayerischen Schulen in den Schmutz zu ziehen. Das haben wir alle nicht verdient und dagegen wehren wir uns“, so Huber. Der abl-Präsident weiter: „Früher war man stolz darauf, wenn man zu den Besten gehörte, heute ist das weder eine Nachricht wert, geschweige denn eine gebührende Anerkennung der Bildungs- und Erziehungsleistung von Eltern, Lehrkräften und der Leistung von Kindern und Jugendlichen selbst. So beenden am Freitag wieder einmal Hunderttausende junge Menschen das Schuljahr mit gutem Erfolg. In der öffentlichen und veröffentlichten Meinung werden sie aber zu Bildungsverlierern abgestempelt, da nurmehr von angeblichen Versagern, von massiven Problemen, von angeblich zu geringer Zukunftsfähigkeit oder von allgemeiner Bildungsarmut die Rede ist“. Huber kritisiert auch, dass die Länderergebnisse von PISA 2006 erst nach den Landtagswahlen veröffentlicht werden: „Offenbar gönnt man Bayern den neuerlichen Erfolg nicht!“

Die Vorsitzenden der abl-Lehrerverbände rufen alle politischen Parteien zum Schulschluss dazu auf, offen und ehrlich zu formulieren, was sie bildungspolitisch vorhaben, wenn sie in Bayern Regierungsverantwortung übernehmen:

„Für uns ist klar, dass alle, die jetzt mit Mogelpackungen wie ‚Regionalschule’ oder ‚eine Schule für alle’ oder ‚längeres gemeinsames Lernen’ hausieren gehen, nur eines im Kopf haben: die Zerschlagung des besten Bildungswesens auf deutschem Boden. Sie sollten den Eltern doch sagen, dass sie die Abschaffung der erfolgreichen Realschule und die Zerschlagung des Gymnasiums anstreben. Da sind die Linken wenigstens ehrlich, die am Wochenende klar gesagt haben, dass sie ausschließlich die Gesamtschule in Deutschland wollen. Zahlreiche Parteien in Bayern können diesbezüglich mit den Linken sofort zusammengehen, weil sie genau das anstreben. Die Bevölkerung wird aber vor der Wahl nicht ehrlich informiert, weil man genau weiß, dass das offene Bekenntnis, in Bayern die Realschule und das Gymnasium abschaffen zu wollen, für manche Partei den Einzug ins Parlament in Frage stellen und selbst die SPD einige Prozentpunkte zusätzlich kosten würde“, schließt abl-Präsident Huber.

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Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
Stefanie Kretzschmar, Handy 0177 / 8 23 83 37

 

Pressemitteilung Nr. 4 vom 8. Juni 2008

Erfurcht vor Gott - Beliebigkeit statt Toleranz?
Religiöse Symbole in der Schule unverzichtbar
Lehrerverbände bedauern Haltung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

„Kinder müssen frühzeitig lernen, andere Meinungen und Anschauungen sowie in einer zunehmend globalisierten Welt auch fremde Kulturen und Religionen zu akzeptieren.“ Deshalb lehnt der Präsident der abl-Lehrerverbände, Anton Huber, den jüngsten Beschluss der Grünen ab, alle religiösen Symbole aus den Schulen Bayerns zu verbannen. „Man macht es sich mit der Erziehung zu einfach, wenn man in Beliebigkeit abdriftet. Mit diesem Verständnis von Politik kann Werteerziehung in der Schule nicht gelingen“, kommentiert Anton Huber die Haltung der Grünen.

Man müsse sich zunehmend fragen, so die Vorsitzenden der vier abl-Lehrerverbände, inwieweit politische Parteien den Artikel 131 der Bayerischen Verfassung noch ernst nehmen. Man könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bestimmte politische Strömungen sich zunehmend von der Bayerischen Verfassung entfernen.

Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes dazu: „Bildung in unserem Kulturkreis und speziell in Bayern fußt auf unserer christlich-abendländischen Tradition. Zu der gehören nicht nur Bauten und Kunstwerke unserer Geschichte, sondern auch religiöse Symbole. Diese sind mit für unsere Gesellschaft bedeutsamen Werten verbunden, die wiederum aus dem Unterricht und damit aus unseren Klassenzimmern nicht wegzudenken sind.“

Der VLB-Vorsitzende Wolfgang Lambl führt an, dass „die religiösen Symbole für Werte wie Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit stehen und damit in den beruflichen Schulen unverzichtbar sind. In der beruflichen Bildung steht ganz besonders neben der fachlichen Kompetenz auch die Menschenbildung im Mittelpunkt“, so Wolfgang Lambl.

„Laut Artikel 131 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung gelten nach wie vor als oberste Bildungsziele Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, ... Sollten diese Ziele nun von den Grünen aufgegeben werden, dann muss man das der Bevölkerung mitteilen. Wir meinen: Weil die Vermittlung von verfassungsmäßig verankerten Werten in unserer Gesellschaft, vielfach auch in der Familie immer weniger gelingt, sind hier die Schulen mehr denn je gefordert“, schließt abl-Präsident Huber.

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Pressemitteilung Nr. 3 vom 14. April 2008

Und wer denkt an unsere Hauptschüler?
Lehrerverbände bedauern Haltung des Volksschullehrerverbandes

„Ganz offensichtlich hat der Volksschullehrerverband das Interesse an den Kindern der eigenen Schulart verloren. Grund- und Hauptschüler spielen bei den jüngsten Aktivitäten des Verbandes keine Rolle mehr. Nur noch Realschule und Gymnasium zählen, leider“, so lautet ein Ergebnis der Klausurtagung der vier Verbände in Nürnberg, das der Präsident der abl-Lehrerverbände, Anton Huber, vorstellte.

Mit dieser Haltung setze man den Trend fort, die Hauptschüler abzuqualifizieren und abzuschreiben. Die eigene Interessensvertretung laufe jenen Kindern und Jugendlichen davon, die eine starke Vertretung nötig hätten. Man werde sich, so Jürgen Pache, Vorsitzender der Katholischen Erziehergemeinschaft, seitens der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, ganz intensiv für die jungen Menschen an der Grund- und Hauptschule einsetzen, weil es diese Schüler ebenso verdient haben, dass man für ihre bestmögliche Bildung eintritt.

„Der Grund- und der Hauptschulbereich wird künftig eine zentrale Bedeutung in der Arbeit der abl-Verbände haben. Wir sehen gerade hier eine außergewöhnlich wichtige Aufgabe bei der Weiterentwicklung unseres leistungsorientierten Schulwesens in Bayern“, so äußerte sich Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes, am Rande der abl-Klausur. VLB-Vorsitzender Wolfgang Lambl, schloss sich dieser Auffassung an, als er betonte, „dass eine gezielte berufsvorbereitende Förderung an der Hauptschule beste Voraussetzung schafft, in den vielen attraktiven Berufen Fuß zu fassen und sein Leben erfolgreich zu gestalten.“

„Wir lassen die Grund- und Hauptschule mit ihren Kindern und Jugendlichen nicht im Stich. Wir werden in den kommenden Monaten ganz gezielt Konzepte für die Weiterentwicklung dieser Schularten vorlegen, weil wir im Gegensatz zu anderen Verbänden die Kompetenz besitzen, mit Sachverstand für alle Schularten zu arbeiten. Wir denken an alle bayerischen Kinder und Jugendlichen und lassen nicht mehr als ein Dittel davon links liegen“, schließt abl-Präsident Huber.

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Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
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Pressemitteilung Nr. 3 vom 14. April 2008

Uns sind auch die Hauptschüler sehr wichtig!
Lehrerverbände bedauern Haltung des Volksschullehrerverbandes

„Ganz offensichtlich hat der Volksschullehrerverband das Interesse an den Kindern der eigenen Schulart verloren. Grund- und Hauptschüler spielen bei den jüngsten Aktivitäten des Verbandes keine Rolle mehr. Nur noch Realschule und Gymnasium zählen, leider“, so lautet ein Ergebnis der Klausurtagung der vier abl-Verbände in Nürnberg, das Präsident Anton Huber vorstellte.

Mit dieser Haltung setze man den Trend fort, die Hauptschüler abzuqualifizieren und abzuschreiben. Die eigene Interessensvertretung laufe jenen Kindern und Jugendlichen davon, die eine starke Vertretung nötig hätten. Man werde sich, so Jürgen Pache, Vorsitzender der Katholischen Erziehergemeinschaft, seitens der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, ganz intensiv für die jungen Menschen an der Grund- und Hauptschule einsetzen, weil es diese Schüler ebenso verdient haben, dass man für ihre bestmögliche Bildung eintritt.

„Der Grund- und der Hauptschulbereich wird künftig eine zentrale Bedeutung in der Arbeit der abl-Verbände haben. Wir sehen gerade hier eine außergewöhnlich wichtige Aufgabe bei der Weiterentwicklung unseres leistungsorientierten Schulwesens in Bayern“, so äußerte sich Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes, am Rande der abl-Klausur.

Der Vorsitzende des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen (VLB), Wolfgang Lambl, betonte, „dass eine gezielte berufsvorbereitende Förderung insbesondere an der Hauptschule die beste Voraussetzung schafft, in den vielen attraktiven Berufen Fuß zu fassen und sein Leben selbstbestimmt und erfolgreich zu gestalten.“

„Wir lassen die Grund- und Hauptschule mit ihren Kindern und Jugendlichen nicht im Stich. Wir werden in den kommenden Monaten ganz gezielt Konzepte für die Weiterentwicklung dieser Schularten vorlegen, weil wir im Gegensatz zu anderen Verbänden die Kompetenz besitzen, mit Sachverstand für alle Schularten zu arbeiten. Wir denken an alle bayerischen Kinder und Jugendlichen und lassen nicht mehr als ein Dittel davon links liegen“, schließt abl-Präsident Huber.

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Anton Huber, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171/8 29 01 93
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Pressemitteilung Nr. 1 vom 03.04.2008

Lehrerverbände begrüßen den ersten entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Lehrerversorgung

„Nur teilweise zufrieden sind die bayerischen Lehrerverbände mit der Ankündigung der Maßnahmen der Staatsregierung zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung und zum Abbau der großen Klassen. Sie sehen aber gute Ansätze in der mittelfristigen Perspektive“, so äußerte sich der Präsident der abl-Lehrerverbände, Anton Huber, zu den Ankündigungen von Ministerpräsident Beckstein, den Staatsministern Huber und Schneider sowie von Staatssekretär Sibler und Bildungsausschussvorsitzendem Prof. Waschler am Mittwoch.

Man sehe, so die Vorsitzenden der Lehrerverbände, in den 2 245 zusätzlichen Lehrerstellen für das kommende Schuljahr und den zusätzlichen Mitteln und weiteren Maßnahmen eine deutliche Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen an allen bayerischen Schularten. Zudem wird erstmals deutlich, dass man seitens der Staatsregierung ein mittelfristig angelegtes Konzept zur Qualitätssteigerung verfolge. Damit werde eine Forderung erfüllt, die man seit Jahren stelle. So gesehen sei man sehr zufrieden mit den Beschlüssen. Zudem werde in all diesen Beschlüssen deutlich, dass man klar Position beziehe, das hervorragende gegliederte Schulwesen in Bayern weiter zu stärken.

Als „richtigen Schritt und hoffnungsvolles Signal“ bezeichnet der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt die Konzeption der Staatsregierung, und KEG-Vorsitzender Jürgen Pache hebt besonders die deutlichen Verbesserungen im Ganztagsangebot für Hauptschulen hervor: „Besonders die zusätzlichen Fördermaßnahmen in Förder-, Grund- und Hauptschulen sehen wir sehr positiv“, so seine Bewertung. Als „noch nicht ausreichend“ bewertet der Vorsitzende des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen, Wolfgang Lambl, die Berücksichtigung der beruflichen Schulen. „Für die Berufsschulen und FOS/BOS muss noch nachgelegt werden“, so die Forderung des VLB.

„Während ewig Gestrige unermüdlich die Schulstrukturdebatte führen, ist Bayern nun erneut einen gewichtigen Schritt weiter. Das Bildungsland Bayern baut das Bewährte aus, kittet Schwachstellen und sucht nach Lösungen für echte Problembereiche, z. B. beim
Übertrittsverfahren. Damit können wir die Spitzenstellung Bayerns in der Bildung halten und weiter ausbauen“, ist sich abl-Präsident Huber sicher.

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