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Pressemitteilung vom 10.06.2013

Lehrkräfte sind sehr kompetent, wenn es um die Schulwahl geht [77 KB]

Pressemitteilung Nr. 1 vom 20.02.2013

PFLICHTWIEDERHOLEN ALS "ULTIMA RATIO" EIN UNVERZICHTBARES PÄDAGOGISCHES MITTEL

Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) Jürgen Wunderlich lehnt Forderungen nach der generellen Abschaffung des Pflichtwiederholens ab. Zu der derzeit deutschlandweit laufenden Debatte sagte er heute in München: „Das Ziel, Pflichtwiederholungen einzelner Klassenstufen durch eine frühe schülerorientierte Förderung abzubauen, ist zweifellos gut und richtig. Das Pflichtwiederholen brauchen Schüler als ‚Ultima ratio’ aber nach wie vor. Wer glaubt, durch die Abschaffung des Wiederholen einer Klassenstufe veränderten sich Lernmotivation und Leistungen unserer Schüler auch nur um ein Gran zum Positiven, hat keine Ahnung von Schule.“ Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) kommt in einer Studie an 2500 Schülern sogar zu dem Ergebnis, dass 50 Prozent der Wiederholer einen besseren Abschluss erreichen als vergleichbare Nicht-Wiederholer. „Ein klug genutztes Wiederholungsjahr ist absolut eine Chance“, bestätigt Wunderlich dieses Ergebnis auch aus langjähriger eigener Erfahrung als Lehrer und Schulleiter.

Zudem, so Wunderlich weiter, laufe die Abschaffung des Pflichtwiederholens in letzter Konsequenz darauf hinaus, auch Schülern ohne entsprechende Qualifikation einen Abschluss zu verleihen. „Der daraus entstehende volkswirtschaftliche Schaden dürfte um einiges größer sein als der durch das Wiederholen einer Klassenstufe angeblich entstehende!“ Ein Verbleiben in der überfordernden Klassenstufe würde sich außerdem demotivierend und entwicklungshemmend auf die Schüler auswirken.


Für den Inhalt verantwortlich:
Peter Missy, Bayerischer Philologenverband, E-Mail: bpv@bpv.de

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